Zusammenfassung

Sehr geehrte Patientenbesitzer! Auf den folgenden Seiten haben wir einige Informationen haben wir einige interessante Informationen für Sie zusammengetragen. Bei Fragen rund um die Themen, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen. Wir beraten Sie gerne!

Die Flohallergie bei Hund & Katz

Flohspeichel-Allergie bei Hunden (Katzen)

Was ist eine Flohallergie bei Hunden?

Wenn Flöhe Blut saugen, juckt die Haut als Reaktion auf einige histaminähnliche Substanzen, die im Flohspeichel enthalten sind. Der Floh sondert diese Stoffe ab, um zu verhindern, dass das Blut gerinnt. Bei Hunden, die allergisch auf Flohspeichel reagieren, kommt es zu einer überschießenden Reaktion und der Juckreiz kann sehr stark werden.

 

Was sind die Symptome einer Flohallergie?

Das häufigste Symptom ist, dass sich der Hund oberhalb der Schwanzwurzel kratzt und beißt, auch wenn die Flöhe an anderen Stellen des Körpers zugebissen haben. Der Juckreiz und das Beißen sind oft so stark, dass Wunden und schließlich ledrige Haut entstehen. Wenn der Zustand anhält, breitet sich eine solche Stelle über den Rücken aus. 

Es kommt zu Haarausfall und schließlich zu einer dunklen Pigmentierung und Verdickung der Haut. Der Juckreiz kann auch an anderen Stellen des Körpers, z. B. in der Leistengegend, auftreten.

 

Wie wird sie diagnostiziert?

Weist der Hund diese Symptome auf und sind außerdem lebende Flöhe und/oder Flohkot vorhanden, ist die Diagnose nicht schwer. Aber auch wenn keine Flöhe gefunden werden, kann der Verdacht einer Flohspeichelallergie bestehen. Es wird angenommen, dass ein Flohallergiker bereits auf den Biss einiger weniger Flöhe reagiert, welche bei der Untersuchung in einem dichten Fell nicht unbedingt zu finden sind. Im Zweifelsfall kann ein Allergietest durchgeführt werden, bei dem der Tierarzt dem Hund ein Flohantigen in die Haut spritzt, oder es kann ein Bluttest gemacht werden, um den Flohantikörpergehalt zu messen. In der Praxis wird jedoch oft zuerst eine Behandlung mit einem Flohmittel versucht, um zu sehen, ob sich die Symptome hierunter verringern. 

 

Wie wird eine Flohallergie behandelt?

Das Hauptziel der Behandlung besteht darin, zu verhindern, dass ein Flohallergiker von Flöhen gebissen wird. Zu diesem Zweck können verschiedene Arten von Flohbekämpfungsmitteln verwendet werden. Sie alle haben jedoch gemeinsam, dass sie Flohbisse nicht zu 100 % verhindern können. Manche Flöhe schaffen es, innerhalb der ersten Minuten nach dem Aufspringen zu beißen und sterben nach dem Biss ab. Hierdurch wird der Lebenszyklus des Flohs unterbrochen, da die Wirkung schnell einsetzt und keine lebensfähigen Eier mehr produziert werden können. Dies führt dazu, dass die Anzahl der Flöhe in der Umgebung allmählich reduziert wird, was dem Hund ebenfalls zur Besserung verhelfen kann.

 

Spot-on

Spot-on-Produkte werden auf die Haut von Hals und Rücken des Hundes aufgetragen. Sie legen eine Schutzschicht auf die Haut, damit es möglichst wenigen Flöhen gelingt, Blut zu saugen. Das Produkt muss allerdings so aufgetragen werden, dass es auf die Haut und nicht in die Haare gelangt. Hier verteilt es sich im Hautfett und wirkt etwa 4 Wochen lang. Es kann sein, dass die Wirkung gegen Ende der empfohlenen Einwirkzeit ein wenig nachlässt. Daher ist es besonders wichtig, dass der Besitzer die monatliche Behandlung nicht vergisst. Nicht alle Spot-on-Mittel wirken gleich gut, einige sind besser verträglich als andere. Der Tierarzt verschreibt das für Ihren Hund am besten geeignetste Produkt.

 

Flohhalsband

Eine weitere Option ist ein Flohhalsband, das ein schützendes "Schild" auf die Haut legt. Von hier aus werden die Wirkstoffe in kleinen Dosen über 7-8 Monate freigesetzt.

 

Kautabletten

Die Forschung zeigt, dass die Anzahl der Flöhe einen Einfluss auf den Schweregrad der Flohallergie hat. Es gibt Kautabletten für Hunde, die die Flöhe, die an einem behandelten Hund Blut saugen, fast sofort abtöten. Sie können daher als Teil der Behandlungsstrategie eingesetzt werden. Es gibt Tabletten mit unterschiedlicher Wirkungsdauer von bis zu 3 Monaten.

 

Viele der Flohmittel wirken gleichzeitig gegen Zecken und andere Parasiten. Bei Allergikern ist eine ganzjährige Behandlung mit einem geeigneten Floh-Präparat empfehlenswert, um einen erneuten Krankheitsschub, der bereits durch einen einzigen Biss ausgelöst werden kann, zu verhindern.

 

Denken Sie auch an die Umgebung, nicht nur an den Hund

Es ist wichtig, daran zu denken, dass etwa 95 % des Flohproblems in der Umgebung des Hundes liegt, da sich aus den Floheiern über Larven und Puppen in der Umgebung neue Flöhe entwickeln. Eine Umgebungsbehandlung mit täglichem Absaugen und Waschen von Decken und Kissen kann besonders in der Anfangsphase der Flohbekämpfung sinnvoll sein. Für Gegenstände wie Sofa, Transportkorb oder Kofferraum, die nicht gewaschen werden können, gibt es Anti-Floh-Sprays, die Abhilfe verschaffen können.

 

Wenn der Hund mit schweren Symptomen einer Flohallergie zum Tierarzt kommt, wird er häufig mit juckreizstillenden Medikamenten behandelt, um die Beschwerden zu lindern, bis die Vorbeugung anschlägt.

Wie sieht die Zukunft für Ihren Hund aus, wenn er eine Flohallergie hat?

 

Die Flohallergie lässt sich nicht heilen, sondern hält ein Leben lang an. Deshalb können Sie als Besitzer eines solchen Hundes ziemlich sicher sein, dass Flöhe im Spiel waren, wenn der Juckreiz über der Schwanzwurzel plötzlich wieder auftritt. Aber bei rechtzeitiger und richtiger Behandlung mit einem der vielen wirksamen Flohmittel auf dem Markt haben Sie gute Chancen, Ihrem Hund zu helfen.

Warum bekommen Hunde Flohallergien?

 

Es ist nicht bekannt, warum Hunde Flohallergien entwickeln, aber es besteht die Tendenz, dass diese Hunde auch auf weitere Allergene in der Umwelt reagieren. 

 

Es ist auch nicht bekannt, warum manche Hunde eine Überempfindlichkeit entwickeln und andere nicht. Es besteht jedoch Einigkeit darüber, dass die Flohallergie nicht beim ersten Flohbefall auftritt, sondern in der Regel erst später.